Altersgerechtes Wohnumfeld frühzeitig planen

Redaktion am 11. September 2012

Garagentorantriebe mit Fernbedienung sind nicht nur für Senioren praktischer. Foto: djd/somfy
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Knöpfchen drücken statt aussteigen: Garagentorantriebe mit Fernbedienung sind nicht nur für Senioren praktischer.
Foto: djd/somfy

Hausautomation erleichtert den Alltag

Wer jung ist, macht sich naturgemäß wenig Gedanken darüber, wie sein Leben mit 70 oder 80 Jahren ausschauen wird. Dabei wäre es durchaus hilfreich, sich in sein späteres Dasein einzufühlen – zum Beispiel in puncto altersgerechtem Wohnen. Mit einem so genannten Alterssimulationsanzug bekommt man eine Vorstellung davon, welche Hürden sich in Haus und Wohnung auftürmen können, wenn sich altersbedingte Einschränkungen einstellen.

Nachlassende Kräfte machen alltägliche Verrichtungen
zur Herkulesaufgabe

Weniger Kraft in den Armen und Beinen, Gelenkversteifungen, nachlassendes Koordinationsvermögen und eine Verringerung des Sehvermögens: Das sind nur einige der typischen Probleme, mit denen sich viele Menschen früher oder später arrangieren müssen.
Diese Probleme lassen sich mit dem externer Link Alterssimulationsanzug nachstellen, sodass auch Menschen im Vollbesitz ihrer Kräfte eine Ahnung davon bekommen, womit Oma oder Opa sich täglich herumschlagen müssen. Mit Gewichten, Halskrause, Brille und Gehörschutz sorgt der Anzug dafür, dass man sich mit zwanzig wie achtzig fühlt. Schnell wird dem Träger der klobigen Kluft klar, dass viele alltägliche Handlungen plötzlich gar nicht mehr so selbstverständlich sind: das Aufstehen vom Sofa, Treppensteigen, das Greifen von Gegenständen im Haushalt oder die Betätigung von Rollläden.

Handbetriebene Rollläden werden zur Herausforderung

Alterssimulationsanzug - Foto: djd/somfy/fingerhaus
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Mit einem Alterssimulationsanzug kann man schon in jungen Jahren nachempfinden, wie beschwerlich alltägliche Verrichtungen im hohen Alter werden können.
Foto: djd/somfy/fingerhaus
 
 

Neben dem Verständnis für die ältere Generation – wenn es zum Beispiel an der Supermarktkasse mal wieder etwas länger dauert – wächst durch einen Selbstversuch auch die Einsicht, das Haus am besten schon frühzeitig an die Notwendigkeiten des altersgerechten Wohnens anzupassen.

Beispiel Rollladen: Die Bedienung von Hand mit Gurt oder Kurbel stellt für Jüngere nur eine lästige Pflicht dar – für Ältere wird sie zur täglichen Herausforderung, und schlimmstenfalls bleiben die Läden an vielen Tagen einfach ganz geschlossen.
 
Denn gerade ältere Menschen haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis und lassen die Läden im Zweifelsfall lieber geschlossen als offen. Eine ähnliche Hürde stellen auch Garagen- und Hoftore dar.

Automatische Bedienung durch manuelle ersetzen

Viel komfortabler und weniger kräftezehrend sind automatische Lösungen. Die Behänge der Rollläden werden mit Motoren ausgestattet und können dann per Wand- oder Handsender aktiviert werden. Hersteller wie Somfy bieten neben Motorisierungen für Rollläden und Sonnenschutz auch Antriebe für Garagen- und Einfahrtstore an. Die Bedienung der Antriebe erfolgt über Sender per Funk. Die Steuerung verschiedener Behänge und Tore kann ein einziges Bedienelement übernehmen, die Menüführung ist einfach und übersichtlich. Die Vorzüge der komfortablen, kräfteschonenden Bedienung wissen nicht nur ältere Menschen zu schätzen. Auch Jüngere legen sich lieber mit einem Buch aufs Sofa oder Bett, um von dort bequem die Haustechnik zu bedienen. Auf externer Link www.somfy.de gibt es mehr Informationen über die komfortable Automation von Rollläden, Toren und weiteren Funktionen im Haus.

Barrierefrei wohnen: Bedarf steigt

Automatische Steuerungen für Rollläden. Foto: djd/somfy/fingerhaus
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Automatische Steuerungen für Rollläden sorgen für mehr Komfort und erleichtern das Leben im Alter.
Foto: djd/somfy/fingerhaus

Laut Demografiebericht der Bundesregierung von 2011 werden bereits 2013 in rund 2,7 Millionen Haushalten Menschen mit Mobilitätseinschränkungen leben. Im Jahr 2050 soll die Zahl der Haushalte mit Hochbetagten insgesamt über zehn Millionen betragen. Der Bericht fordert, das Angebot an altersgerechten, barrierefreien oder barrierereduzierten Wohnungen auszuweiten, um älteren Menschen möglichst lange ein selbstständiges Leben in vertrauter Umgebung zu ermöglichen.

Ein Baustein dafür ist das staatliche KfW-Förderprogramm 159 “Altersgerecht umbauen”. Christian Pätz, Pressesprecher beim Hausautomations-Unternehmen Somfy, weist darauf hin, dass es beispielsweise für den Einbau von Antrieben und Steuerungen zur Hausautomation einen zinsgünstigen Kredit für derzeit ab einem Prozent Effektivzins pro Jahr gibt. Den Kredit können Menschen jeden Alters in Anspruch nehmen. Infos zum Förderprogramm gibt es unter externer Link www.kfw.de nachzulesen.

Sicherheitsbedürfnis steigt mit den Jahren

Sei es, weil sie sich schwächer fühlen, sei es, weil sie schlechter hören und sehen oder vergesslicher werden: Ältere Menschen haben meist ein höheres Sicherheitsbedürfnis. Die Arbeit, jeden Abend zu überprüfen, ob alle Rollläden und sonstigen Zugänge zum Haus verriegelt sind, können sie heute getrost der modernen Steuerungstechnik überlassen. So gibt es beispielsweise von Somfy Systeme, mit denen sich Rollläden, Tore, Haustürschloss und weitere Komponenten wie etwa Sonnenschutzelemente zu Gruppen zusammenfassen und mit einem einzigen Knopfdruck öffnen oder schließen lassen. Eine Rückmeldung auf der Fernbedienung stellt sicher, dass das Haus zuverlässig verschlossen ist. Sogar eine Alarmanlage lässt sich in das System einbinden.

Quellen: djd / Somfy GmbH / FingerHaus GmbH


Angela von Treskow | BLiCKpunkt Senioren GbR | Foto: © Kirsten Hötger
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Dieser Beitrag wurde von Angela von Treskow,
Fachredaktion im BLiCKpunkt Medienverbund, eingestellt.

BLiCKpunkt Senioren GbR | Klemme & von Treskow
www.blickpunkt.net
 
 

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