Barrierearmes Wohnen ist in jedem Alter komfortabel

Redaktion am 24. August 2012

KfW-Programm Altersgerecht Umbauen bietet maximale Flexibilität

Treppenhaus mit Personenaufzug. Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar
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Treppenhaus mit Personenaufzug in einem barrierefreien Wohnhaus.
KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Treppen sind allgegenwärtig vor und in Wohngebäuden, und die meisten Menschen nehmen sie beim Hoch- oder Runterlaufen gar nicht zur Kenntnis. Doch für Menschen, deren Gehfähigkeit infolge eines Unfalls oder einer Behinderung eingeschränkt ist, wird eine Treppe zu einem beschwerlichen Hindernis. Gleiches gilt für die junge Mutter mit Kinderwagen, den auf einen Rollator angewiesenen Senior und im Besonderen für einen Rollstuhlfahrer. Für sie bedeutet ein mehrstöckiges Wohngebäude ohne Aufzug schlicht Ausgrenzung.

Nach Erhebungen des Kuratoriums Deutscher Altenhilfe ( externer Link KDA ) leben derzeit von 11 Millionen Seniorenhaushalten lediglich 570.000 in Wohnungen, die als barrierearm eingestuft werdenkönnen. Das sind gerade einmal fünf Prozent. Gut drei Viertel aller Wohnungen wurden vor 1978 gebaut. Über barrierearmes Wohnen hat sich damals kaum jemand Gedanken gemacht.

Behinderten- bzw. altersgerecht ausgestatteten Wohnung - Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar
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Rollstuhlfahrer in einer behinderten- bzw. altersgerecht ausgestatteten Wohnung, Blick durch eine breite Tür in das barrierefreie Badezimmer.
KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Das gilt auch für die Wohnungen selbst: Schwellen an der Eingangs- und Balkontür können zu gefährlichen Stolperfallen werden. In vielen Altbauten sind die Türöffnungen zu schmal für Rollatoren oder Rollstühle. Herkömmliche Duschtassen und geschlossene Badewannen sind vor allem für ältere Menschen wenig komfortabel.

Mit ihrem grundlegend überarbeiteten Programm externer Link Altersgerecht Umbauen unterstützt die KfW den Abbau von Barrieren in bestehenden Wohngebäuden. Mehr Mobilität für Menschen mit Bewegungseinschränkungen lautet die vorrangige Devise, aber auch mehr Wohnkomfort für alle Altersgruppen. Dabei sollte man die barrierereduzierende Modernisierung seines Hauses oder seiner Wohnung möglichst frühzeitig in Angriff nehmen, auch um sich gegen physische Bewegungseinschränkungen, die jederzeit auftreten können, zu wappnen. So wird die Immobilie auch den Anforderungen an zukünftige Lebenssituationen gerecht und ermöglicht ihren Bewohnern, dort selbstständig, mobil und von anderen unabhängig zu leben.

Eine fachkundige Beratung ist ein erster Schritt zu mehr Wohnkomfort. „Eine Wohnberatung zeigt auf, wie durch den Einsatz von technischen Hilfsmitteln, eine veränderte Ausstattung oder bauliche Maßnahmen die Wohnsituation entsprechend den eigenen Bedürfnissen verbessert werden kann“, sagt Sabine Grabow, Vorstandsmitglied der 1994 gegründeten Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung e.V.

Nach ihrer Erfahrung „besteht die größte Nachfrage nach dem Umbau von Bädern sowie der Eliminierung von Türschwellen in der Wohnung“. Auch ein „bodengleicher“ Zugang zu Balkon oder Terrasse steht weit oben in der Prioritätenliste vor allem älterer Menschen. So können sie problemlos ins Freie gelangen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft hat einen 10-Punkte-Qualitätsstandard für eine vor allem „neutrale und unabhängige“ Wohnberatung erarbeitet, der für ihre Mitglieder verpflichtend ist.

Quelle: KFW BankengruppeFragen zum Programm Altersgerecht Umbauen beantworten Experten des KfW-Infocenters unter der kostenfreien
Rufnummer 0800 539-9002.



Tipp der BLiCKpunkt-Redaktion

Detlef Klemme | Chefredakteur und FachbuchautorFalls Sie den Wunsch haben Ihr Haus oder Ihre Wohnung barrierefrei umbauen zu lassen, dann sollten Sie immer den Rat von neutralen, unabhängigen und kompetenten Fachleuten oder vom Hersteller einholen, z.B. bei regionalen Wohnberatungen, den Experten der KFW oder der zuständigen Pflegeversicherung.

Eine nach Bundesländern sortierte Liste dieser Wohnberatungsstellen findet sich
im Internet unter externer Link www.wohnungsanpassung-bag.de und
externer Link www.wohnberatungsstellen.de.

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